30.06.2010

Fontainebleau 14. - 22. Mai 2010 (Teil II)

Mittwoch, 19. Mai. Mont Aigu. Pause. Nach vier intensiven Klettertagen will ich den Fehler der Vorjahre vermeiden und diesmal einen Ruhetag einlegen.

03.06.2010

Fontainebleau 14. - 22. Mai 2010 (Teil I)

Bleau ist bekanntlich das beste Bouldergebiet der Welt. Nicht nur das, mit seinen knorrigen Eichen und Föhren, den sandigen Lichtungen und natürlich den tausenden Sandsteinblöcken verströmt der Wald seine ganz eigene Faszination und zieht die meisten Besucher rasch und unwiderruflich in seinen Bann. Wenig verwunderlich, dass unsere Gruppe von Otto Normalboulderern heuer bereits zum dritten Mal für eine Woche in die Region Essonne gekommen ist. Wieder haben wir tolle neue Gebiete entdeckt und uns an viel zu schweren Problemen die Finger wund gezogen.


Freitag, 14. Mai. Nachdem unser Taxi zu den Blöcken leider noch auf der Anreise von Wien befindet, müssen wir mit S-, U- Und Regionalbahn vo Flughafen Charles de Gaulle nach Fontainebleau weiter. Zweimal Umsteigen und drei Stunden später erreichen wir den Wald, wo wir ein wenig südlich von Fontainebleau unser Bivak für die Nacht aufschlagen. Es hat die letzten Wochen ordentlich geregnet, daher ist der Boden schön gatschig. Wenigstens schüttet es nicht mehr, sodass wir auf den Crashpads eine trockene Nacht verbringen. Was für ein Gegensatz zur Großstadt: heute früh noch Stress im Büro, Straßenlärm und Alltagssorgen. Hier draussen nichts als beruhigendes Grün, keine Menschenseele weit und breit, nur vereinzeltes Vogelgezwitscher durchbricht die Stille.

Samstag, 15. Mai. Petit Bois. Früh wecken uns die ersten Sonnenstrahlen - bestes Wetter! Also gleich ab zu den Blöcken. Das Gebiet ist ideal für den ersten Tag. Wir klettern uns im blauen und orangen Parcours ein. Auch in dem tollen, technischen roten Parcours gelingen uns gleich einige super Probleme. In Big Jim (FB 6c+) beobachten wir eine Gruppe Deutscher und Holländer, die vor allem durch spektakuläre Abflüge aus dem Highball auffallen.
Schließlich trifft der Rest unserer Gruppe, die per Auto von Wien nachgekommen sind, ein und wir machen uns auf zu unserem Gite (Ferienhaus, Anm.) für die nächste Woche.

Sonntag, 16. Mai. Bois Rond.
Das sonnige Gebiet in Trois Pignons hat einen guten orangen und blauen Parcours. Nachdem der Wetterbericht wieder falsch liegt (Sonne, kein Wölkchen am Himmel) passt das perfekt. Nach 25 von 35 Problemen des tollen Orangen Parcours hab ich fürs Erste genug. Besonders nett: Totem Pole (Fb2+), ein Klassiker in diesem Grad. Am Nachmittag habe ich mein Projekt für den Rest des Tages gefunden: den Quergang von Le Meilleur des Mondes (FB 6a). Die Einzelzüge gelingen, leider scheitere ich bei den Durchstiegen am Austieg. Beim nächsten Mal klappt das sicher!

Montag, 17. Mai. Cul de Chien. Das Wetter ist noch besser als am Vortag, daher geht's an den Strand. Zumindest könnte man bei Anblick der Lichtung, an der das Gebiet liegt, diesen Eindruck bekommen. Sand und Blöcke soweit das Auge reicht. Wir klettern uns im orangen Parcours ein, machen natürlich auch Le Bilboquet und finden in Coup de Sang (Fb 6a) unser Testpiece. Im berühmten Toit de Cul de Chien (Fb 7a/6c+) beobachten wir einen erfolgreichen Durchstieg. Am Nachmittag entdecken wir einige tolle Boulder (rot/blau) im Südwesten des Gebiets.

Dienstag, 18. Mai. Franchard Isatis.
Franchard erstreckt sich über eine Hügelkette im Pinienwald nordöstlich von Fontainebleau. Während im Sektor Cusinière Testpieces wie Hale Bopp auf die Hardmover warten, geht's in Franachrd Isatis ein wenig entspannter zu. Uns haben der orange, der blaue und der rote Parcours angelockt. Gleich die ersten orangen Probleme enttäuschen uns nicht: technisch anspruchsvoll für den Level, teilweise sehr hoch und moralisch! Besonders empfehlenswert: der Sechsmeterriss von Les Étages (Nr. 5, FB 3) und La Diagonale (Nr. 4, FB4-). Das Beste wartet im roten Parcours: technisch, kleingriffig und oft dynamisch. Hervorgehoben sei Le Crocodile, L'Éliminatoir und Le Poirier (Nr. 21 - 23, jeweils FB5).

Teil II des Rückblicks mit den Gebieten L'Elefant, Canche aux Mercier und Mont Aigu habe ich euch für das nächste Mal aufgehoben.

11.05.2010

Webtipps

Googelt man climbing, erhält man ungefähr 34.900.000 Ergebnisse. Während geschätzte 34.899.000 Seiten davon zum Vergessen sind, hier einige handverlesene Empfehlungen aus den Tiefen des WWW - nicht nur zum Thema Klettern:

The SeasonFitz Cahall, der Macher von den Dirtbag Diaries (übrigens auch eine eigene Empfehlung wert), hat im Jänner dieses Jahres mit The Season einen Videoblog vorgestellt. Dabei begleitet er 5 Athleten (Kletterer, Boulderer, Kanute, Mountenbiker, Snowboarder) während ihrer jeweils ganz besonderern Saison. Sensationelle Bilder, professionelle Umsetzung und die gewohnt spannenden Geschichten von Fitz.

Slacklinen ist nicht nur hip, sondern bringt auch ordentlich Körperspannung für eure Projekte am Fels. Yoga verbessert die Dehnung und trainiert die Antagonisten. Yoga auf der Slackline ist also das absolute Nonplusultra in Sachen Ausgleichstraining. Wer das für einen Scherz hält, wird von den Yogaslackers eines Besseren belehrt. Seht euch die Videos an, Wahnsinn!!!

Steph Davis ist nicht nur eine Instanz im Base Solo & Base Jumpen, nebenbei betreibt sie mit High Infatuation einen lesenwerten Blog rund um ihren Sport, Veganismus (probiert ihre Karottentorte, tolles Rezept!) und verwandte Themen.

Laurent Triay ist ein hierzulande unbekannter Kletterfilmemacher. Zu Unrecht, denn der Franzose hat einiges drauf. Trailer & Downloads gibt's auf seiner Webiste. Work less, climb more kommt zwar ein wenig amateurhaft rüber, das gilt aber keineswegs für seine Filme. Schaut euch Tough Enough an, die Doku eines Big Wall-Durchstiegs auf Madagaskar mit Arnaud Petit, Stéphanie Bodet & Sylvain Millet.

Für den richtigen Sound in der Kletterhalle oder im iPod bei der Solosession klickt euch bei play.fm rein. Hier findet ihr 19.000 (sic!) DJ sets und Livemitschnitte aus dem Universum der elektronischen Musik. House, Minimal, Trance - you name it, play.fm spielt es. Herz der Seite ist ihr innovativer Flashplayer. Und das Beste: das Projekt ist nichtkommerziell und kommt aus Wien. Also, support your local music scene!

Viel Spaß beim Surfen!

04.05.2010

Salut à Fontainebleau!

In einer Woche ist es endlich soweit, dann steht unser mittlerweile zur Tradition gewordene alljährliche Boulder-Trip nach Bleau auf dem Programm!
Details und Fotos, vor allem zu den Bouldern und Gebieten, werden natürlich hier gepostet. Bis dahin findet ihr in der Bildergalerie, einem neuen Feature des Blogs, einige Impressionen aus meinen bisherigen Aufenthalten im Forêt Magique.

A bientôt,
Helmut